Autoren Backstage: Michael Jordan

geschrieben von Michael Jordan am 20. Februar 2012

Post image for Autoren Backstage: Michael Jordan

Wer sich die bes­ten Tipps und Tricks zum Thema „Foto­gra­fie“ nicht müh­sam jeden Diens­tag von mei­ner Home­page zie­hen möchte, der fin­det eine geballte Ladung Wis­sen rund um das Foto­gra­fie­ren in mei­nem — gestat­ten: Michael Jor­dan! - neuem Video-​Training Basis­wis­sen Foto­gra­fie. Dort geht es in beweg­ten Bil­dern um die Ent­ste­hung von wirk­lich gelun­ge­nen, nicht-​bewegten Bil­dern. Wech­seln Sie mit mir die Per­spek­tive: von „hin­ter dem Abzug“ zu „vor der Kamera“.

Ach­tung Auf­nahme! Und bitte .…

sagt Tom, der Regis­seur, immer dann, wenn die Kame­ras lau­fen, der Ton ein­ge­schal­tet ist und die Klappe gefilmt wird. „Basis­wis­sen 1 — die Erste“. Mit dem immer freund­li­chen „… und bitte“ beginnt jede Ein­stel­lung eines Drehs. Bei die­sem Video­trai­ning war Tom nur einen Tag dabei — dann über­nahm Britta die Regie und natür­lich auch das „… Und bitte …“

Vor mei­nem ers­ten Live-​Dreh hatte ich keine Vor­stel­lung davon, was mich erwar­tet. Das war wahr­schein­lich auch gut so, denn hätte ich es gewußt, wär ich wahr­schein­lich nicht nach Graz gereist. Damit jetzt keine Miß­ver­ständ­nisse auf­kom­men: ich hab sel­ten in so einer ange­neh­men Arbeits­at­mo­sphäre gear­bei­tet. Film­auf­nah­men sind anders als Foto­gra­fie­ren mit vor­han­de­nem Licht. Klar, das ist jedem irgendwo bewußt, aber was es kon­kret in der Pra­xis bedeu­tet, habe ich erst bei den Auf­nah­men erlebt. Beim Film kom­men nicht nur Lam­pen, son­dern auch der Ton dazu. Zudem soll ein Inhalt ver­mit­telt wer­den, was bedeu­tet, dass Dinge, die gezeigt wer­den, auch von der zwei­ten Kamera, die die Details auf­nimmt gese­hen wer­den sol­len. Dazu soll der Text — für den es kein Manu­skript gibt — ver­ständ­lich sein. Das betrifft sowohl die Aus­spra­che, als auch den Inhalt. Ein Groß­teil der Zeit bei den Auf­nah­men ist dann die Bespre­chung des­sen, was wie gezeigt wer­den soll und das Ein­rich­ten der Film­ka­me­ras und der Beleuch­tung. Zudem ein Auf­bau für die not­wen­di­gen Requi­si­ten. Dann eine Beleuch­tungs­probe und eine erneute Bespre­chung wie der Ablauf ist, damit alle so unge­fähr wis­sen, was an Inhalt und Aktion zu erwar­ten ist.

Die eigent­li­che Auf­nahme ist etwa so, wie das Ein­fah­ren der Ernte — so stelle ich mir es jeden­falls vor. Dann ist für mich die meiste Arbeit getan und nach wochen­lan­ger inten­si­ver Pla­nung und Vor­be­rei­tung wer­den die Gedan­ken, Ideen, Infor­ma­tio­nen und Bil­der zu einem Thema in einem kur­zen Dreh von meist vier bis zehn Minu­ten zusammengefasst.

Dabei genieße ich die immer ange­nehme Zusam­men­ar­beit mit Tom und Britta sowie den ande­ren unmit­tel­bar bei den Vor­be­rei­tun­gen oder den Dreh­ar­bei­ten betei­lig­ten. Natür­lich ist der Film damit bei wei­tem nicht fer­tig. Um dann schluss­end­lich als DVD oder zum Down­load vor­zu­lie­gen sind noch unzäh­lige Arbeits­schritte und Arbeit­stun­den an Ton und Bild not­wen­dig. Doch für mich bedeu­tet es das Ende der Arbeit an die­sem Film und nach ein paar Dreh­ta­gen ist das Ergeb­nis im Kas­ten. Umso mehr freue ich mich dann nach eini­gen Wochen, wenn ich die fer­tige DVD per Paket gelie­fert bekomme und in mei­nem Regal zu den ande­ren Fil­men und Büchern stelle und mich schon wie­der auf meine nächste Reise nach Graz freue. Ich hoffe, Sie freuen sich genauso, wenn Sie Ihre Aus­gabe end­lich in Hän­den hal­ten und natür­lich auf eine Fort­set­zung nach mei­ner nächs­ten Reise!

Einen kos­ten­lo­sen Ein­blick in das schließ­li­che Resul­tat fin­den Sie hier zu dem Thema Die Blende als Gestaltungsmittel

Verwandte Artikel

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: