Autoren Backstage: Ralph Steyer

geschrieben von Ralph Steyer am 27. Februar 2012

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video2brain und ich tei­len uns nun schon eine lange gemein­same Geschichte. Immer­hin bin ich schon seit 2006 Autor bei video2brain und fühle mich schon wie bei mir im Wohn­zim­mer, wenn ich es mir wie­der für eine bestimmte Zeit in den Gra­zer Stu­dios bequem mache. Was bei einer sol­chen „Chill-​out-​Session“ auf der Couch raus­kommt, das doku­men­tiert die Liste mei­ner Video-​Trainings. Im März kom­men dann noch zwei neue Trai­nings dazu — ein Idee, die zur Wirk­lich­keit gewor­den ist — wie so oft bei video2brain.

Wahl-​Österreicher aus Überzeugung!

Die Zeit ver­geht. Als ich Ende 2006 das erste Mal zu Video2Brain nach Graz kam, wusste ich noch nicht, was mich da erwar­tet. Spät an einem Sonn­tag­abend bin ich damals in Graz gelan­det und wurde von Ger­hard in Emp­fang genom­men. Ich hatte zu der Zeit ziem­lich neu bei Addison-​Wesley ein Buch zu Java­Script geschrie­ben und sollte dazu eine pas­sende DVD auf­neh­men. Und aus die­sem ers­ten Pro­jekt wur­den mitt­ler­weile eine ganze Reihe an wei­te­ren Video­auf­nah­men. Wenn ich alle Tage zusam­men­zähle, habe ich zwi­schen­zeit­lich gut 3 Monate in Graz ver­bracht. Es ist fast wie „Nach-​Hause-​Kommen“, wenn ich zu neuen Auf­nah­men bei video2brain einlaufe.

Aus Alt mach Neu!

Und im Dezem­ber 2011 und Januar 2012 war es wie­der soweit — ich durfte gleich 2 Mal bei video2brain zu Gast sein. Im Dezem­ber stand zuerst das Déjà-​vu an — mein ers­tes Video­trai­ning (das zu Java­Script) wurde auf den neus­ten Stand gebracht. Zwar ist in der Spra­che selbst eigent­lich seit 2006 gar nicht so viel pas­siert, aber die Art der Pro­gram­mie­rung mit Java­Script hat sich mas­siv ver­än­dert. Das ganze Umfeld ist inter­ak­ti­ver (Stich­wort Rich Inter­net App­li­ca­ti­ons — RIAs) gewor­den und erfor­dert einen viel pro­fes­sio­nel­len Ansatz. Man pro­gram­miert mitt­ler­weile auch mit Java­Script so, wie man es in mäch­ti­gen Tech­ni­ken wie Java oder C# gewohnt ist. Zumin­dest kann man das machen. Denn gleich­zei­tig ist Java­Script immer noch eine gerad­li­nige Mög­lich­keit zum Ein­stieg in die Pro­gram­mie­rung und die Mög­lich­keit schlecht­hin Web­sei­ten schnell, platt­form­über­grei­fend und ein­fach um ein paar wich­tige Fea­tures auf­zu­boh­ren. Von daher wen­det sich Java­Script sowohl an Pro­gram­mier­ein­stei­ger, „Nebenher“-Programmierer wie Desi­gner oder nor­male Web­sei­ten­er­stel­ler als auch Pro­fis, die RIAs pro­gram­mie­ren wol­len. Wenn man dann noch sieht, dass HTML5 eigent­lich nur ein Mar­ke­ting­deck­man­tel für kom­mende Erwei­te­run­gen des Webs auf Basis von Java­Script dar­stellt, pro­phe­zeie ich Java­Script eine große Zukunft.

Einen klei­nen Aus­zug aus mei­nem Video-​Training Java­Script — Ein­stieg für Anspruchs­volle fin­den Sie hier zum Thema Das interne Script:

Wie­der­er­ken­nungs­wert!

Wäh­rend ich die Auf­nah­men zu Java­Script ein­ge­spielt hatte, kamen in Brain­stor­mings dazwi­schen Ideen für wei­tere Trai­nings. Und wie meist sind die schnel­len Ent­schlüsse die Bes­ten — Ende Januar bin ich gleich wie­der für 5 Tage nach Graz. Wie gesagt — ich fühle mich fast schon zuhause da. Was sich auch wohl daran zeigt, dass ich in der Woche Mit­tags einen Döner in dem klei­nen tür­ki­schen Laden gegen­über der Stu­dios holen wollte, in den Laden rein­kam und sich der Eigen­tü­mer ein­fach wort­los von mir weg­ge­dreht hat. Bevor mir klar war, ob ich was falsch gemacht hatte oder was abging, drehte er sich mit einem Döner in der Hand wie­der um und fragte nur „Scharf?“. War wohl doch schon ziem­lich oft da gewesen.

Klas­sisch oder Hipp?

Die Trai­nings selbst waren die­ses Mal kom­pakte Online-​Trainings. Eines mei­ner Video-​Trainings hat sich mit jQuery Mobile beschäf­tigt. Das Thema ver­bin­det zwei extrem hippe Tech­ni­ken. Ein­mal das JavaScript-​Framework jQuery und mobile Apps. Mit jQuery Mobile kann man auf Basis von klas­si­schen Web-​Technologien Web­sei­ten und Web-​Apps mit einem typi­schen Look-​and-​Feel ver­se­hen, das auf mobi­len End­ge­rä­ten gewohnt ist.

Der schnelle Weg ist das Ziel!

In mei­nem zwei­ten Video-​Training han­delt es sich um einen Crash­kurs zu Java­Script für .NET-​Entwickler. Denn ich habe in mei­nen Schu­lun­gen zu Java­Script in den letz­ten Mona­ten sehr oft J2EE– und C#-Programmierer umge­schult. Das sind meist erfah­rene Ent­wick­ler, die erwei­terte JavaScript-​Techniken und die Beson­der­hei­ten im Ver­gleich zu mäch­ti­gen Spra­chen wie C# ken­nen­ler­nen wol­len, Grund­la­gen von Pro­gram­mie­rung aber nicht mehr benö­ti­gen. Des­halb sol­len in die­sem Crash­kurs vor allen Din­gen diese fort­ge­schrit­tene JavaScript-​Techniken und Beson­der­hei­ten im Ver­gleich zu .NET-​Sprachen wie C# gezeigt wer­den. Ziel ist die Erar­bei­tung des grund­le­gen­den Ver­ständ­nis­ses der Arbeits­weise von Java­Script und wie man gewohnte pro­fes­sio­nelle Tech­ni­ken von C# &Co über­tra­gen kann bzw. wo die Gren­zen von Java­Script lie­gen und wie man als erfah­re­ner Ent­wick­ler diese Ein­schrän­kun­gen akzep­tie­ren kann (muss).

Liebe Leser, ein Besuch in Graz lohnt sich wirk­lich, das kann ich Ihnen ver­si­chern! Viel­leicht tref­fen wir uns ja in dem klei­nen tür­ki­schen Laden um die Ecke ;-)
Ihr Ralph Steyer!

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