Von klopfenden Engeln, deutscher Rechtschreibung und der Freude an Dialekten

geschrieben von Sandra Fischer am 17. Juli 2012

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Wenn man vor der Kamera steht und mit Span­nung auf die Auf­nahme war­tet, ent­ste­hen oft die skur­rils­ten Situa­tio­nen. Da wird — mit stark schwan­ken­der Qua­li­tät — über die deut­sche Recht­schrei­bung phi­lo­so­phiert und es ent­fal­tet sich der viel­ge­stal­tige Kos­mos der unter­schied­li­chen deutsch­spra­chi­gen Dia­lekt­for­men. Wir erfah­ren auch, wel­che Aus­wir­kun­gen ima­gi­näre Engels­flü­gel auf das Rück­grat haben kön­nen. Britta Isa­bel Lang, Tho­mas Kraet­sch­mer und Michael Jor­dan zei­gen sich bei der Ent­ste­hung ihrer neu­es­ten Video-​Trainings von ihrer philosophisch-​humorvollen Seite. Wie gut, dass die Kamera die ganze Zeit mitlief.

Michael Jor­dans Pose eines Geist­li­chen ent­springt sei­ner Annahme, er habe ima­gi­näre Engels­flü­gel. Denn das sorge für eine bes­sere, auf­rechte Hal­tung vor der Kamera und sei eine sehr beliebte Methode, auch in der Mode­ra­ti­ons­tech­nik. In der so genann­ten Klopf­tech­nik ist unser Experte noch nicht ganz so ver­siert, dafür aber selbst­ver­ständ­lich mit der neuen Canon EOS 5D Mark III, denn bei der Ent­ste­hung des Video-​Trainings zu die­ser neuen Spie­gel­re­flex­ka­mera sind diese Outta­kes entstanden.



Bei der Anmo­de­ra­tion ihres neu­es­ten Video-​Trainings Pra­xis­trai­ning Film & Video: Kamera, Licht und Ton ver­hed­dern sich Tho­mas Kraet­sch­mer und Britta Isa­bel Lang in sprach­wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­sio­nen. Außer­dem hören Sie unter­schied­li­che Stimm­pro­ben zu Tho­mas Kraet­sch­mers Tiro­le­risch und Wie­ne­risch und zu Britta Langs „Fränggisch“.

Und um einige Fra­gen zu beant­wor­ten, die diese Videos viel­leicht auf­ge­wor­fen haben mögen:

  • laut Duden heißt es tat­säch­lich selb­stän­dig, aller­dings nur als Alter­na­tive zu: selbst­stän­dig, was vom Duden seit der neuen Recht­schreib­re­form emp­foh­len wird.
  • das Hoch­deut­sche bezeich­net einer­seits die deut­sche Stan­dard­spra­che, ande­rer­seits aller­dings auch alle hoch­deut­schen Dia­lekte, zu denen auch das Öster­rei­chi­sche und das Schwi­zer­dütsch zählen.
  • laut die­ser Defi­ni­tion wären dann alle gehör­ten Anmo­de­ra­ti­ons­ver­sio­nen „hoch­deutsch“, egal ob auf Wie­ne­risch, Frän­kisch, Schwei­zer­deutsch oder Tirolerisch
  • die letzte deut­sche Recht­schreib­re­form fand 1998 statt, also vor 14, nicht vor 10 Jahren
  • Tipps und Tricks für eine auto­ma­tisch bes­sere Hal­tung gibt es bei Michael Jor­dan :)

Einen rie­sen­gro­ßes Dan­ke­schön an unsere humor­vol­len Exper­ten, die uns gestat­tet haben, diese Videos zu veröffentlichen!

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