Gerade eben ist das Video-Training „Power-Workshops PHP“ von Sascha Kersken und Bastian Feder erschienen. Wir von video2brain hatten sehr viel Spaß bei den Aufnahmen, nicht nur aufgrund des völlig neuen Konzepts, das dabei zugrunde liegt. Doch dazu unten mehr. Ich habe mir erlaubt, den beiden PHP-Experten einige Fragen zu den Inhalten zu stellen:
video2brain, Cornelia Karl: Wie seid ihr beide auf die Idee zu diesem Training gekommen bzw. welche Gedanken haben Euch bei der Themenauswahl bewogen?
Sascha Kersken, Bastian Feder: Die professionelle PHP-Entwicklung ist unser täglich Brot. Mit den im Video-Training präsentierten Themen haben wir Tag für Tag zu tun; es ist die Art und Weise, wie wir in der Praxis arbeiten. Wir sind der Ansicht, dass sich auf diese Weise stabiler, sicherer und nicht zuletzt ästhetischer PHP-Code erstellen lässt. Es gibt gerade in Webforen und Blogs zu viele Quick-and-dirty Hacks, und dem wollten wir etwas Positives entgegensetzen, um zu zeigen, dass nicht PHP als Sprache schlecht ist, sondern lediglich manche als angeblich toll angepriesenen Lösungsansätze.
video2brain, Cornelia Karl: Ein wichtiges Kapitel sind die Neuerungen zu PHP 5.3. PHP 5.3 ist ja nun schon eine Weile am Markt. Wie seid ihr hier bei der Auswahl vorgegangen und welchen besonderen Nutzen hat dieses Kapitel für anspruchsvolle Software-Entwickler?
Sascha Kersken, Bastian Feder: Wir haben uns bemüht, alle wesentlichen Neuerungen der Version 5.3 im Training unterzubringen und diese ein wenig nach Praxistauglichkeit zu gewichten. PHP 5.3 bietet wirklich großartige neue Features, und wann immer man sich in einem Projekt darauf verlassen kann, dass diese Version verfügbar ist, sollte man sie nutzen.
video2brain, Cornelia Karl: Außerdem sprecht ihr über die Objektorientierte Programmierung. Welche Voraussetzung sind Eurer Meinung nötig, um den bestmöglichen Nutzen aus diesem Teil zu ziehen und für wen ist er insbesondere gedacht?
Sascha Kersken, Bastian Feder: Die reinen Anfängerthemen, also „Was ist OOP und wozu brauche ich sie?“, haben wir bewusst außen vor gelassen. Dafür gibt es genug andere gelungene Trainings, Bücher und Webartikel. Unser Schwerpunkt ist eher die gute OOP-Entwicklung (oder unsere Idee davon).
video2brain, Cornelia Karl: Ein wichtiges Anliegen ist euch die Dokumentation. „Nur gut dokumentierter Code ist guter Code“ wie Bastian sagt. Was würdet ihr beide als erfahrene Praktiker den Zusehern raten?
Sascha Kersken, Bastian Feder: Jeder, der schon mal fremden — oder auch älteren eigenen — Code warten oder erweitern musste, kennt das Problem: Es kostet unendlich viel Zeit und Mühe, sich durch den Code zu lesen, wenn dieser schlecht oder gar nicht dokumentiert ist. Deshalb sollte jeder Entwickler frühzeitig lernen, dass jede Datei, jede Klasse, jede Methode und jedes Attribut zumindest Doku-Kommentare erhalten muss. Ein „keine Zeit“ oder „mache ich später, wenn alles erst mal läuft“ kann man hier nicht gelten lassen, denn die Gefahr, dass die Dokumentation dann ganz in Vergessenheit gerät, ist viel zu groß. Zu den reinen Doku-Kommentaren, die unmittelbar die Elemente eines Programms erläutern, kommen noch Tutorials, die eher das große Ganze und die Verwendung von Schnittstellen erklären.
video2brain, Cornelia Karl: Quasi eine Weltneuheit in diesem Training ist die Gesprächssituation, die ihr beide geschaffen habt. Also einer von Euch beiden erklärt einen Zusammenhang, der zweite fungiert als kritischer Zuhörer und stellt Fragen oder greift mit zusätzlichen Erklärungen ein und schafft so eine Live-Gesprächssituation, in der sich der Zuhörer mit seinen Fragen und Interessen wieder findet. Gleichzeitig entsteht so eine lockere Situation, die einfach Spaß macht, mitzumachen. Was ist aus Eurer Sicht hier besonders nützlich für unsere Kunden?
Als erfahrene Trainer haben wir wohl ein Gespür dafür, was Schulungsteilnehmer fragen könnten, und haben versucht, die entsprechenden Fragen jeweils selbst einzuwerfen. Auch Schlussfolgerungen und Rekapitulationen lassen sich in der Gesprächssituation lebendiger und verständlicher vermitteln als in einem Einzelvortrag, bei dem stets latente Monotoniegefahr besteht. Deshalb war diese Herangehensweise von Anfang an Teil unseres Plans, und nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ging uns das Ganze immer leichter von der Hand. Unserer Meinung nach kann das Ganze als Vorbild für so manches Video-Training dienen.
Danke an Euch beide für das kleine Interview, ich wünsche Euch viel Erfolg beim Programmieren und mit diesem Video-Training!





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